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Vorsorge und Nachsorge einer Operation

Was Patienten vor und nach einer Operation zu beachten haben

Sicherheit wird in unserer Klinik groß geschrieben. Die Düsseldorfer Privatklinik ist eine nach §30 geführte Klinik mit behördlich erteilter Klinikkonzession. Sämtliche Hygiene- und Sicherheitsstandards unterliegen regelmäßigen engmaschigen Kontrollen. Wenn Sie sich zu einer chirurgischen Behandlung bei uns entschlossen haben, gilt es auch für die Patienten, sich optimal vorzubereiten und auch bei der Nachsorge bestimmte Dinge zu beachten.

Medizinische Inhalte wurden vor Veröffentlichung durch Dr. med. Reis geprüft.

Verhaltenstipps vor einer Operation

  • Bei geplanter Vollnarkose müssen Sie nüchtern erscheinen. Am Abend vor der Operation dürfen Sie bis Mitternacht essen und trinken, anschließend sollten Sie nichts mehr zu sich nehmen! Es sollte nichts mehr getrunken werden (auch kein Leitungswasser), nichts mehr gegessen werden (auch kein Kaugummi) und nicht geraucht werden!Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme, halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit uns.
  • Im Falle einer ausschließlichen Lokalanästhesie darf ein leichtes Frühstück eingenommen werden, auf den Genuss von Kaffee sollte allerdings verzichtet werden.
  • Am Morgen des Eingriffes können Sie normal duschen. Verzichten Sie jedoch auf die Verwendung von Bodylotion, um die Haftbarkeit der Desinfektionsmittel nicht zu behindern.
  • Zwei bis drei Tage vor einer Operation sollten Sie auf den Genuss von Alkohol verzichten. Ebenso wie auf die Einnahme von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln.
  • Zehn Tage vor einer geplanten Operation sollte unbedingt auf die Einnahme von Medikamenten mit dem Wirkstoff Aspirin (Acetylsalicylsäure, ASS) verzichtet werden. Denn dieser Wirkstoff verdünnt das Blut, was die Gefahr einer Nachblutung oder die Bildung von Blutergüssen stark erhöht. Beachten Sie bitte, dass fast alle Schmerz oder Grippemittel diesen Wirkstoff enthalten. Im Bedarfsfall kann auf Paracetamol zurückgegriffen werden.
  • ACHTUNG! Viele Menschen haben sich an den Genuss von Ingwertee gewöhnt und schätzen seine gesunden Eigenschaften. Beachten Sie jedoch, dass auch Ingwer und diverse Südfrüchte (Apfelsinen, Zitronen u. ä.) eine blutverdünnende Wirkung haben. Verzichten Sie daher unbedingt in den Tagen vor einer Operation darauf.
  • Bei einer Facelift-OP waschen Sie bitte am Abend vor der OP sowie am Morgen Ihre Haare. Verzichten Sie dabei aber auf Spülungen, Haarsprays o. ä.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie am Abend des Operationstages – sofern Sie nach Hause entlassen werden – nicht alleine sind. Aus Sicherheitsgründen sollte eine Person Ihres Vertrauens in der Nähe sein.
  • Zur Förderung der Wundheilung sollten Sie in den Tagen vor einer Operation auf eine eiweiß- und Vitamin-C-reiche Ernährung achten.
  • Auf den Genuss von Nikotin sollten Sie soweit es geht verzichten! Neben den bekannten Gesundheitsrisiken kann sich durch Nikotin das Risiko einer Wundheilungsstörung erhöhen!

Die richtige Nachsorge

Mindestens so wichtig wie die optimale Vorbereitung und Durchführung einer Operation ist anschließend die Nachsorge. Hier ist ganz besonders die Mitarbeit und Vernunft der Patienten gefragt!

Schmerz, körperliche Belastung, Arbeit, Sport

Schmerz ist ein natürlicher Schutzmechanismus unseres Körpers, zum Beispiel vor körperlicher Überbelastung. In den ersten Tagen nach einer Operation muss der Wundschmerz jedoch unbedingt mit ausreichender Schmerzmittelgabe unterdrückt werden, denn Sie sollen nicht leiden, gut atmen und husten können – wichtigste Maßnahme zur Verhinderung einer Lungenentzündung. Sie sollen schmerzfrei aufstehen und laufen können – wichtigste Maßnahme zur Vermeidung einer tiefen Beinvenenthrombose und Lungenembolie. Es besteht bei normalen Bewegungen keine Gefahr eines Nahtbruchs an der Wunde, da das Nahtmaterial frisch und mehrschichtig eingebracht wurde.


Verlangen Sie ausreichend Schmerzmittel, sodass Sie sich auf einer gedachten Schmerzskala von „0“ (Kein Schmerz) bis „10“ (stärkster vorstellbarer Schmerz) idealerweise nie über „3“ befinden. Derzeitige Schmerzmittel, auch morphinartige Substanzen, machen bei der von uns durchgeführten korrekten Anwendung nicht abhängig! Es ist bewiesen, dass bei frühzeitiger Schmerzmittelgabe, also schon bei der „Stärke 3-5“, der Gesamtbedarf an Schmerzmitteln niedriger ist als bei „längerem Warten“ darüber hinaus. Geben Sie uns frühzeitig Bescheid! Im Verlauf Ihrer Genesung werden die Schmerzen und Ihr
Schmerzmittelbedarf nachlassen und Sie können sich zunehmend besser bewegen und belasten. Gleichzeitig geht in den folgenden Wochen auch die Festigkeit der Naht zurück und das sich bildende Narbengewebe übernimmt die wesentliche Haltefunktion. Dabei dauert es insbesondere bei großen Wunden bis zu 3 Monaten, bis die Narbe nahezu ihre größtmögliche Festigkeit erreicht hat. Bei zu früher Belastung während dieser Zeit kann es deshalb zur Ausbildung eines Narbenbruchs kommen, wobei die Größe der Wunde und Ihre Ihnen angeborene Narbenentwicklungsvoraussetzungen eine Rolle spielen.

Deshalb empfehlen wir folgendes Verhalten für die Zeit nach Ihrer Entlassung:
Belasten Sie grundsätzlich nur bis zur Schmerzgrenze! Reduzieren Sie dabei schrittweise in Absprache mit uns oder Ihrem Hausarzt evtl. noch verordnete Schmerzmittel.

Leichte Spaziergänge und normale tägliche Bewegung sind ab Entlassung in der Regel möglich. Dauerlauf, Schwimmen und sportlicheres Radfahren, Beruf und Haushalt sind abhängig von der OP-Art und nach 8-12 Wochen meist wieder möglich. Sie sollten sicherheitshalber nach Operationen an Brust oder Bauch für 6 bis 8 Wochen nicht mehr als 5 kg Gewicht heben. Bei körperlich anstrengenden Berufen kann eine längere Arbeitsunfähigkeit notwendig werden. 

Wundversorgung

Zu Ihren Wunden ist zu sagen, dass diese in den ersten Tagen und Wochen im Anschluss an die Operation noch geschwollen sein werden. Schwellungen nach Operationen sind normal! Durch Hautschnitte und Dehnung des Gewebes tritt Flüssigkeit ins Gewebe aus. Das postoperative Ödem ist bis zu einem gewissen Maß auch nicht gefährlich, höchstens störend oder einschränkend, da die Haut gespannt wird. Kleinere Schwellungen verschwinden oft nach ein bis zwei Wochen von selbst. Das Abschwellen kann auch durch Hochlagern der operierten Stelle und Kühlung begünstigt werden. 

Auch kleinere Blutergüsse können sichtbar sein, welche mit der Zeit von allein verschwinden. Die Blutergüsse brauchen ein paar Wochen, bis sie abgeklungen sind. Die Schwellungen benötigen teilweise bis zu drei bis sechs Monate.

Besonders in den ersten Tagen sollte den Schwellungen neben der verordneten Medikamentengabe auch mit Kühlung begegnet werden. Achten Sie dabei darauf, dass Eis und Eispacks nicht direkt auf die Haut gelegt werden dürfen. Sie können das Eispack in ein Handtuch einschlagen. Bei ästhetischen Operationen steht ein optisch schönes Ergebnis in Vordergrund. Neben dem Kühlen der operierten Stelle sollten Sie unbedingt auch die empfohlenen Kompressionsmieder tragen. Die Kühlung kann problemlos über dem Kompressionsmieder erfolgen, die Kälte kann durch den dünnen Stoff hindurchdringen.

Rauchen nach einem operativen Eingriff

Im Weiteren sollten Sie auch unbedingt auf das Rauchen verzichten und keinen Alkohol trinken. Bei Rauchern ist mit deutlich mehr postoperativen Komplikationen zu rechnen als bei Nichtrauchern. Das Spektrum reicht von Infektionen und Wundheilungsstörungen über seltene neurologische Komplikationen bis zu Intensivaufenthalten.

In der Heilungsphase bildet Ihr Körper eine reaktive Sauerstoffspezies zur Reinigung der Wunde. Wenn Sie unmittelbar nach einem operativen Eingriff rauchen, kann Ihr Körper Krankheitserreger und körperfremde Stoffe nicht ausreichend genug abtransportieren. Es entsteht ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffversorgung. Ihr Körper erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen, um den verbliebenen Sauerstoff effektiver transportieren zu können. Dadurch wird das Blut jedoch weniger fließfähig – das Risiko für Thrombosen steigt.

Bedingt durch die schlechtere Blut- und Sauerstoffversorgung, wird die Haut in manchen Fällen nicht ausreichend versorgt. Nekrosen können entstehen – ein Absterben von Zellen, also ein örtlicher Gewebstod. Allgemein kann die Wundheilung nach einer ästhetischen OP also erheblich beeinträchtigt werden, wodurch sich der gesamte Heilungsprozess in die Länge zieht. Ist das Immunsystem geschwächt, kann auch eine Infektion drohen und auch die Narbenbildung nach der OP kann sich verstärken. Wir raten darum dringend für mindestens vier bis sechs Wochen auf das Rauchen zu verzichten.

Narbenpflege

Auch die Narbenpflege ist sehr wichtig. Mit ihr sollte begonnen werden, sobald die Fäden der Operation gezogen oder die Spezialpflaster entfernt wurden. Die Narben sollten dann nicht nur jeden Tag gereinigt, sondern auch eingecremt werden. Hierfür reicht es etwas Bepanthen oder auch Vaseline zu benutzen. Wenn Sie wünschen, können Sie auch spezielle Narbencremes in der Apotheke oder online erwerben. In unserem Beitrag über Narbenpflege erhalten Sie weitere Informationen darüber, wie Sie Ihre Narben richtig pflegen sollten.

Ernährung

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit viel frischen Zutaten. Vergessen Sie das Eiweiß nicht! Es ist wichtig für die Wundheilung.

Beachten Sie nach einer ambulanten Operation

Auch eine ambulante Operation im Dämmerschlaf (Analgosedierung) muss ernst genommen werden. Sie dürfen 24 Stunden danach keinen Alkohol trinken und kein Auto führen. Achten Sie darauf, dass Sie in den ersten 12 Stunden und in der ersten Nacht nicht allein sind. Am Tag nach der Operation bitten wir Sie, uns bis 10 Uhr telefonisch Bescheid zu geben, wie es Ihnen geht.

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