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Die Kapselfibrose

21. Dezember 2020

Medizinische Inhalte wurden vor Veröffentlichung durch Dr. med. Reis geprüft.

Viele Patientinnen haben immer noch Sorge, nach Einsetzen eines Brustimplantates eine sog. Kapselfibrose zu erleiden. Dank moderner OP-Techniken und hochwertiger Implantate ist das Risiko aber tatsächlich sehr gering.

Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es auch bei der Brustvergrößerung Risiken, die vor der Operation bedacht und mit dem Arzt ausführlich besprochen werden müssen. Ein immer seltener werdendes Risiko ist dabei die Bildung einer verhärteten Kapsel rund um die Implantate, die sogenannten Kapselfibrose (capsular fibrosis). Während bei älteren Implantaten das Risiko einer Kapselfibrose bei ca. 30% lag, liegt es bei neuen und qualitativ hochwertigen Implantaten sowie dank moderner OP-Techniken bei unter 5%.

Was ist eine Kapselfibrose?

Prinzipiell ist es eine ganz normale Reaktion des Körpers, dass sich nach der Brustvergrößerung eine Kapsel rund um die Implantate bildet, die aus Bindegewebe besteht.

Dieses „Abkapseln” ist vom Körper gewollt und hat noch keinen Krankheitswert.

Bei der Kapselfibrose handelt es sich um eine Verhärtung bzw. Verdickung der Bindegewebskapsel, die jedes Implanta nach einigen Wochen umgibt. Wenn sich diese Kapsel verhärtet und zusammenzieht, kann dies einerseits Schmerzen verursachen und andererseits die Brustform deutlich verändern. Auch in diesem Fall kann es zu einer Faltenbildung des Implantats kommen. Wichtig ist es zu wissen, dass dadurch keine schwere Erkrankung ausgelöst werden kann, jedoch sollte man in diesem Fall die Kapsel zeitnah entfernen oder zumindest einschneiden und ein neues Implantat einbringen.

Wie erkenne ich eine Kapselfibrose?

In der Regel bleibt die Kapsel unbemerkt, ist sehr dünn und weich. In seltenen Fällen verhärtet sich aber die Kapsel, das Bindegewebe zieht sich zusammen und deformiert die Brust zunehmend. Dies nennt man Kapselfibrose und sollte dann auch unbedingt behandelt werden! Typische Symptome sind in diesen Fällen immer stärker werdende Schmerzen und ein Spannungsgefühl in der Brust. Weiter kann es dann im Verlauf sein, dass sich die Brust verformt. Bei der Kapselfibrose zieht sich die Kapsel um die Implantate zusammen, verhärtet sich und wird nach außen hin meist sichtbar. Im schlimmsten Fall kann es auch zu einer Verschiebung der Implantate kommen.

Vorgehen bei einer Kapselfibrose

Sollte eine Kapselfibrose auftreten, kann ein kleiner manueller Eingriff oft schon helfen. Das Implantat hat wieder mehr Platz und kann seine Form wieder annehmen – ein Implantatwechsel ist somit meist nicht notwendig.

Sollte die Kapselfibrose weit fortgeschritten sein, kann eine Operation notwendig werden. Hierbei wird die Kapsel um das Implantat entfernt. Ein Brustaufbau in derselben OP (meist mit neuem Implantat) ist möglich und die Brust sieht nach der OP wieder aus wie gewünscht- nur eben ohne Kapsel, Formveränderung und Schmerzen.

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