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Hyperhidrose – Was genau versteht man darunter und wie begegnet man ihr?

11. Januar 2021

Strengen wir uns an oder sind wir durch verschiedenste psychische Faktoren angespannt, gibt unser Körper überschüssige Energie nach außen ab. Wir schwitzen. Durch den Schweiß, der über die Haut abgegeben wird, können wir den Temperaturhaushalt in unserem Körper im Gleichgewicht halten. Die Abgabe von Schweiß in Form von Schwitzen ist deshalb sogar lebensnotwendig für unseren Körper.

Das Schwitzen wird über das vegetative Nervensystem geregelt. Schwitzen ist also für uns normal und sogar notwendig. Kritisch wird es nur dann, wenn wir über das normale Maß hinaus schwitzen. Bei einer Hyperhidrose kommt es zu einem übermäßigen Schwitzen an verschiedenen Stellen des Körpers. Die Betroffenen haben Schweißausbrüche oder schwitzen übermäßig stark an bestimmten Arealen.

Diagnose Hyperhidrose

Eine Hyperhidrose lässt sich in eine primäre und eine sekundäre Hyperhidrose unterteilen:

  • Die primäre Hyperhidrose hat keine erkennbaren Ursachen.
  • Die sekundäre Hyperhidrose tritt meist als Begleiterscheinung oder Symptom von anderen Erkrankungen auf. Eine Ursache für eine solche sekundäre Hyperhidrosis können bei Frauen beispielsweise ab einem bestimmten Alter die Wechseljahre sein. 

Wenn eine Hyperhidrosis nur an bestimmten Körperstellen, wie beispielsweise an Handinnenflächen, an den Fußflächen, an der Stirn, an der Oberlippe oder unter Achseln auftritt, dann spricht der Arzt von einer fokalen Hyperhidrose. Hier schwitzen wir meist besonders stark, da die Schweißdrüsen hier sehr dicht aneinander liegen. Ist der ganze Körper von immer wiederkehrenden Schweißausbrüchen betroffen, spricht man von einer generalisierten Hyperhidrose.

Die meisten Patienten leiden an einer fokalen primären Hyperhidrose. Das bedeutet, dass hier keine ernsthafte Erkrankung dahinter steckt und das Schwitzen nur auf bestimmte Körperstellen begrenzt ist. Die Ursachen für eine primäre fokale Hyperhidrosis liegen oft in einer Reizansteuerung. Viele Patienten reagieren auf Reize, die den Hypothalamus betreffen, mit übermäßigem Schwitzen. Das kann durch eine höhere Temperatur, Gerüche, Stress oder andere Faktoren ausgelöst werden.

Hat man jedoch den Eindruck, dass man an einem übermäßigen Schwitzen leidet und entwickelt sich hierdurch ein besonderer Leidensdruck, so sollte man die Ursache hierfür medizinisch abklären lassen.  Eine generalisierte Hyperhidrosis ist nicht selten nur ein Symptom für eine andere ernsthafte Erkrankung. Deshalb sollte man bei starkem Schwitzen, das plötzlich auftritt, den Hausarzt oder Internisten aufsuchen. Hier müssen eventuelle Ursachen genau durch einen Arzt abgeklärt werden. So kommt die generalisierte Hyperhidrosis etwa bei Adipositas-Patienten häufig vor. Auch Infektionen, Tumorerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes können starkes Schwitzen bedingen. Außerdem müssen neurologische Erkrankungen oder internistische Probleme als Ursache für die sekundäre Hyperhidrose ausgeschlossen werden.

Bei einer primären Hyperhidrose, die örtlich begrenzt ist, haben die Schweißausbrüche meist keine erkennbaren oder unmittelbaren Ursachen. Hier gibt es für Betroffene mittlerweile unterschiedlichste Therapien und Behandlungen, um dieses vermehrte Schwitzen in den Griff zu bekommen. 

Behandlung von Hyperhidrose

Viele Ärzte verschreiben zur Therapie gegen den übermäßigen Schweiß Medikamente. Diese bekämpfen die Symptome und können damit das Schwitzen verhindern. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass solche Medikamente neben den erwünschten Wirkungen auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können.

Neben äußerlichen Maßnahmen, wie das Auftragen von Salben mit hohem Aluminiumsalz-Anteil, welche zu einer Verengung der Drüsen führt, sind die effektivsten Behandlungen gegen eine übermäßige Schweißproduktion die gezielte Behandlung mit Botox und die Schweißdrüsenverringerung bzw. -entfernung mittels Kürettage.

Botox-Behandlung gegen Hyperhidrose

Bei der Behandlung mit Botox, wird dem Patient dieses z.B. im Achselbereich in die Haut injiziert.
Nachteil dieser Methode – die Trockenheit hält nur bis zu 6 Monaten an und der Patient muss sich erneut der Behandlung unterziehen.

Chirurgischer Eingriff – Schweißdrüsenabsaugung

Eine langfristige Lösung stellt die Verringerung oder Entfernung der Schweißdrüsen mittels Saugkürettage da. Diese findet ihre Anwendung im Achselbereich. Zunächst wird über kleine Einstichstellen eine Tumeszenzlösung unter die Haut eingespritzt. Anschließend werden mittels modernster Absaugungskanülen die unter der Oberfläche der Haut befindlichen Schweißdrüsen soweit möglich entfernt. Durch die Verwendung ganz feiner Kanülen bleiben praktisch kaum Narben sichtbar. Für 3 Tage erfolgt eine Kompression durch einen speziellen Verband.

Wenn Sie Fragen hierzu haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

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