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Hyperhidrose-Behandlung mit Botox in Düsseldorf

24. September 2022

Medizinische Inhalte wurden vor Veröffentlichung durch Dr. med. Reis geprüft.

Strengen wir uns an oder sind wir durch verschiedenste psychische Faktoren angespannt, gibt unser Körper überschüssige Energie nach außen ab. Wir schwitzen. Durch den Schweiß, der über die Haut abgegeben wird, können wir den Temperaturhaushalt in unserem Körper im Gleichgewicht halten. Die Abgabe von Schweiß in Form von Schwitzen ist deshalb sogar lebensnotwendig für unseren Körper.

Das Schwitzen wird über das vegetative Nervensystem geregelt. Schwitzen ist also für uns normal und sogar notwendig. Kritisch wird es nur dann, wenn wir über das normale Maß hinaus schwitzen. Bei einer Hyperhidrose kommt es zu einem übermäßigen Schwitzen an verschiedenen Stellen des Körpers. Die Betroffenen haben Schweißausbrüche oder schwitzen übermäßigstark an bestimmten Arealen.

Was ist Hyperhidrose?

Die Schweißproduktion ist ein physiologischer Mechanismus, der zur Regulation des Wärmeaustauschs im menschlichen Körper lebensnotwendig ist. Starkes Schwitzen, welches den notwendigen Bedarf des Körpers zur Unterstützung des Temperaturgleichgewichtes übersteigt, heißt Hyperhidrose. Es wird zwischen allgemeiner (generalisierter) Hyperhidrose, bei der sich die übermäßige Schweißproduktion im ganzen Körper zeigt, sowie der örtlichen (lokalen) Hyperhidrose unterschieden, bei der einzelne Körperbereiche befallen sind.

Diagnose Hyperhidrose

Eine Hyperhidrose lässt sich in eine primäre und eine sekundäre Hyperhidrose unterteilen:

  • Die primäre lokalisierte Hyperhidrose hat keine erkennbaren Ursachen. Wenn eine Hyperhidrose nur an bestimmten Körperstellen, wie beispielsweise an Handinnenflächen, an den Fußflächen, an der Stirn, an der Oberlippe oder unter Achseln auftritt, dann spricht der Arzt von einer primäre Hyperhidrose. Hier schwitzen wir meist besonders stark, da die Schweißdrüsen hier sehr dicht aneinander liegen. Ist der ganze Körper von immer wiederkehrenden Schweißausbrüchen betroffen, spricht man von einer generalisierten Hyperhidrose.
  • Ist der ganze Körper von immer wiederkehrenden Schweißausbrüchen betroffen, spricht man von einer sekundären generalisierten Hyperhidrose. Diese tritt meist als Begleiterscheinung oder Symptom von anderen Erkrankungen auf.

Was sind die Ursachen von Hyperhidrose?

Die generalisierte Hyperhidrose

Eine generalisierte Hyperhidrose ist nicht selten nur ein Symptom für eine andere ernsthafte Erkrankung, zum Beispiel einer Infektion, von endokrinen Störungen, der Menopause, neurologischen Erkrankungen sowie bei Einnahme bestimmter Medikamente, insbesondere Antidepressiva. Deshalb sollte man bei starkem Schwitzen, das plötzlich auftritt, den Hausarzt oder Internisten aufsuchen. Hier müssen eventuelle Ursachen genau durch einen Arzt abgeklärt werden. So kommt die generalisierte Hyperhidrose etwa bei Adipositas-Patienten häufig vor. Auch Infektionen, Tumorerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes können starkes Schwitzen bedingen. Außerdem müssen neurologische Erkrankungen oder internistische Probleme als Ursache für die sekundäre Hyperhidrose ausgeschlossen werden.

Nach erfolgreicher Behandlung der Grunderkrankung normalisiert sich die Schweißproduktion.

Die lokalisierte Hyperhidrose

Die Ursachen für eine primäre lokalisierte Hyperhidrose liegen oft in einer Reizansteuerung. Viele Patienten reagieren auf Reize, die den Hypothalamus betreffen, mit starkem Schwitzen. Das kann durch eine höhere Temperatur, Gerüche, Stress oder andere Faktoren ausgelöst werden.

Sie tritt im Erwachsenenalter auf, ist familiär gehäuft und betrifft zirka 3% der Bevölkerung. Möglicherweise ist die Erkrankung aber bedeutend häufiger, da die überwiegende Mehrzahl der Menschen mit übermäßiger Schweißproduktion keine ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt.  

Die lokalisierte Hyperhidrose betrifft in erster Linie die Achselhöhlen (etwa ¾ aller Fälle). Es können aber auch Füße und Handflächen betroffen sein. Der Erkrankung liegt eine Störung der nervalen Regulation der Schweißproduktion zugrunde. Bei emotionaler Belastung oder Stress (beispielsweise während eines Bewerbungsgesprächs, öffentlichen Auftritts oder Dates) verstärkt sich die Schweißproduktion zusätzlich. Ein übersteigertes Schwitzen im Axillarbereich verursacht ein großes Unbehagen nicht nur im sozialen Bereich, sondern auch im beruflichen und privaten Umfeld. Die Betroffenen müssen die Kleidung teilweise sogar mehrere Male pro Tag wechseln. Zu den psycho-emotionalen Problemen und der Selbstunsicherheit kommen auch finanzielle Ausgaben für Wäscherei und den ständigen Kleidungswechsel hinzu.

Hier gibt es für Betroffene mittlerweile unterschiedlichste Therapien und Behandlungen, um dieses vermehrte Schwitzen in den Griff zu bekommen. 

Wer ist von Hyperhidrose betroffen?

Die meisten von Hyperhidrose Betroffenen sind junge arbeitsfähige Menschen. Ständige Schweißabsonderung im Bereich der Achselhöhlen, Hände oder Füße ist ein belastender, psychotraumatischer Faktor, welcher zu nachhaltigen emotionalen, sozialen und professionellen Einschränkungen mit schließlich auch verminderter Lebensqualität führt. Die meisten Patienten leiden an einer primären Hyperhidrose. Das bedeutet, dass hier keine ernsthafte Erkrankung dahinter steckt und das Schwitzen nur auf bestimmte Körperstellen begrenzt ist.

Menschen, die an einer erhöhten Schweißproduktion leiden, empfinden dies häufig als enorme Belastung. Neben Problemen im sozialen Umfeld kann eine vermehrte Schweißbildung auch zu Folgeerkrankungen der Haut führen. So wird beispielsweise in feuchten Hautarealen vermehrt das Auftreten von Virus- und Pilzinfektionen bzw. die Ausbildung chronischer Entzündungsreaktionen beobachtet. Die Schweißdrüsen der Haut sind mit dem unwillkürlichen Nervensystem verbunden. Schwitzen ist deswegen genauso wenig bewusst steuerbar wie der Blutdruck, die Verdauung oder der Herzrhythmus. Hilfe kann hier eine Behandlung mit Botox bieten.

Was tun gegen starkes Schwitzen?

Viele Ärzte verschreiben zur Therapie gegen den übermäßigen Schweiß Medikamente. Diese bekämpfen die Symptome und können damit das Schwitzen verhindern. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass solche Medikamente neben den erwünschten Wirkungen auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können.

Neben äußerlichen Maßnahmen, wie das Auftragen von Salben mit hohem Aluminiumsalz-Anteil, welche zu einer Verengung der Drüsen führt, sind die effektivsten Behandlungen gegen eine übermäßige Schweißproduktion die gezielte Behandlung mit Botox und die Schweißdrüsenverringerung bzw. -entfernung mittels Kürettage.

Behandlungen von Hyperhidrose

Bei milden Formen des Schwitzens helfen oft einfache Maßnahmen wie eine Anpassung der Kleidung, Das Meiden von Kaffee und Alkohol oder Entspannungsübungen. Auch Salbeitee und einige Medikamente (wie Aluminiumchlorid-Lösungen) können angewendet werden. Bei schwersten Formen des Schwitzens hilft oft nur eine Behandlung mit Botox oder einen operativen Eingriff.

Botox-Behandlung gegen Hyperhidrose

Bei der Behandlung mit Botox, wird dem Patient dieses z.B. im Achselbereich in die Haut injiziert.

Die Anwendung der Botulinumtoxin-Präparate wurde zu einer echten Revolution in der Behandlung der Hyperhidrose und hat die früher notwendigen chirurgischen, aufwendigen und mit mehr Risiko behafteten Behandlungen fast vollständig ersetzt.

Dank ihrer Sicherheit, hohen Effektivität, dauerhaften Wirkung, fehlenden Nebenwirkungen und Komplikationen nimmt die Botoxtherapie heute unbestritten den ersten Platz im Bereich der Behandlung der Hyperhidrose ein. Die Therapie der Hyperhidrose mit Botox sollte ausschließlich durch den Facharzt durchgeführt werden, welcher ausreichende Erfahrung bei der Behandlung der übermäßigen Schweißproduktion hat. 

Das Ergebnis dieser Methode – die Trockenheit – hält bis zu 6 Monaten an und der Patient kann sich erneut der Behandlung unterziehen.

Wie wirk Botox gegen starkes Schwitzen?

Dabei wird die Substanz mit einer feinen Injektionsnadel in das entsprechende Hautareal gespritzt. Botulinumtoxin A wandert an die Nervenendigungen und hemmt die Reißübertragung von den Nerven auf die Schweißdrüsen, indem es die Ausschüttung des Botenstoffes (Acetylcholin) verhindert, der für die Signalübertragung zuständig ist. Dadurch wird die Schweißausscheidung an den behandelten Drüsen vermindert. Andere Nervenfunktionen wie das Fühlen oder Tasten werden nicht behindert!

Chirurgischer Eingriff – Schweißdrüsenabsaugung

Eine langfristige Lösung stellt die Verringerung oder Entfernung der Schweißdrüsen mittels Saugkürettage da. Diese findet ihre Anwendung im Achselbereich. Zunächst wird über kleine Einstichstellen eine Tumeszenzlösung unter die Haut eingespritzt. Anschließend werden mittels modernster Absaugungskanülen die unter der Oberfläche der Haut befindlichen Schweißdrüsen soweit möglich entfernt. Durch die Verwendung ganz feiner Kanülen bleiben praktisch kaum Narben sichtbar. Für 3 Tage erfolgt eine Kompression durch einen speziellen Verband.

Wenn Sie Fragen hierzu haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

dr. med. christoph reis
Dr. med. Christoph Reis

Seit dem Jahr 2007 ist Dr. Reis Klinikleiter der mittlerweile über 60 Jahre bestehenden Düsseldorfer Privatklinik. Sein Anspruch ist dabei stets das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und so Patientinnen und Patienten zufriedenzustellen. Dank stetiger Fortbildungen, die er in sämtlichen Bereichen der Operation absolviert, kann Dr. med. Christoph Reis modernste Techniken bei z.B. Brustvergrößerung, Bruststraffung oder Fettabsaugung anwenden.

Diese Eingriffe werden vom Facharzt und dem gesamten Team in einer ruhigen und routinierten Atmosphäre durchgeführt, sodass Patienten sich zu jeder Zeit wohl fühlen können. Als Mitglied in unter anderem der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie und der Gesellschaft für Lipödem Chirurgie ist er der ideale Ansprechpartner in den unterschiedlichsten Bereichen.

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