Cellulite – für viele ein wahrlich frustrierendes Thema

26. Oktober 2020

Wie entsteht Cellulite?

Cellulite – fälschlich auch Zellulitis genannt – wird durch die weiblichen Hormone begünstigt. Es sammeln sich viele Fettzellen in der Unterhaut. Dort können sie bei Frauen leicht das Bindegewebe passieren, da dieses senkrecht zur Hautoberfläche verläuft. Cellulite ist also Fett an der falschen Stelle im Körper. Das ist nicht gefährlich, aber auch nicht schön. Nimmt man ab, verschwindet deswegen die Cellulite oft von ganz alleine.

Warum bleiben Männer verschont?

Männer sind für gewöhnlich nicht betroffen. Ihr Bindegewebe ist deutlich stärker und anders strukturiert als bei Frauen, nämlich vernetzt und nicht linear. Ihre Haut ist dicker und enthält mehr Kollagen. Zudem haben sie unter der Haut weniger Fettdepots als Frauen und die männlichen Hormone wirken der Cellulite entgegen. Führen Männer jedoch Hormonbehandlungen mit weiblichen Hormonen durch, dann verändert sich auch ihr Hautbild und sie können Orangenhaut bekommen.

Was kann man tun?

Zahlreiche Methoden versprechen eine effektive Behandlung. Die wenigsten können ihr Versprechen aber halten.

1. Abnehmen

Weniger Fett = Weniger Cellulite, denn Orangenhaut ist Fett. Nimmt man ab und trainiert die entsprechenden Körperpartien gezielt, so sind die Chancen, die Cellulite zu bekämpfen, ganz gut. Hartnäckige Stellen halten sich oft aber trotzdem. Auch Rauchen und hormonelle Verhütungsmethoden können Cellulite fördern.

2. Microneedling

Beim Microneedling werden mikroskopisch feine Nadeln in die Haut gesetzt. Durch die minimale Verletzung wird das Signal für die Haut erzeugt, dass eine Verletzung bekämpft werden muss. Das führt zur vermehrten Produktion von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure, welche ja bekanntlich für ein starkes Bindegewebe nötig sind. Durch diesen Boost für das Bindegewebe kann die Orangenhaut in einigen Sitzungen deutlich verringert werden oder ganz verschwinden.

3. Fettabsaugung

Bei stärkerer Orangenhaut kann eine Kombination aus Liposuction und Straffung sinnvoll sein. Um festzustellen, ob dies eine gute Option ist, ist eine individuelle Beratung unerlässlich.

4. Cremes

Die meisten Cremes sind leider vor allem eines: teuer. Der Effekt ist oft nicht vorhanden bis schwach. Viele Cremes arbeiten mit Hitze und können deshalb auch auf der Haut brennen. Große Effekte kann man sich von Anti-Cellulite Cremes eher selten versprechen.