Welche Nasenformen gibt es?

8. Februar 2021

Die Nase ist ein absolut individuelles Merkmal eines jeden Menschen. In der Medizin unterscheidet man gerne in verschiedene Nasentypen: 

Nasenformen: Die Schiefnase 

Betrachtet man die Schiefnase von vorne, weicht die Nasenachse entweder nach links oder rechts von ihrer eigentlich geraden Form ab. Ursache hierfür ist meist eine krumme Nasenscheidewand, die angeboren oder durch einen Unfall verursacht sein kann. 

Eine Schiefnase ist häufig nicht nur ein kosmetisches Problem, sie kann auch zu körperlichen Einschränkungen führen. Folgende Beschwerden können auftreten: 

  • behinderte Nasenatmung 
  • Schnarchen 
  • häufige Atemwegsinfekte 
  • gestörte Riechfunktion
  • Schlafstörungen 

Nehmen die Beschwerden überhand oder ist sogar die Lebensqualität stark beeinträchtigt, kann eine Schiefnase chirurgisch korrigiert werden. Der Eingriff gilt als anspruchsvoll, da häufig nicht nur der knöcherne Teil der Nasenscheidewand begradigt werden muss, sondern auch die knorpeligen Strukturen.  

Nasenformen: Die Höckernase und Hakennase 

Bei der Höckernase hat sich im oberen Drittel der Nase – meist genetisch bedingt, manchmal auch durch einen Unfall –  ein Höcker gebildet, der in der Regel aus Knorpel- und Knochengewebe besteht. Hier haben die Betroffenen meist keine Einschränkungen und   leichte Höcker können auch gut überschminkt werden. 

Es gibt aber auch sehr ausgeprägte Höckernasen, die körperliche Einschränkungen mit sich bringen. Bei der sogenannten Spannungsnase ist neben der Fehlbildung der äußeren Nase auch die innen liegende Nasenscheidewand betroffen. Sie ist zu lang beziehungsweise schief, zudem sind die Nasenflügel verzogen und die Nasenlöcher zu schmal. Diese Gegebenheiten sorgen dafür, dass vor allem die Atmung eingeschränkt wird; ebenso sind ein vermindertes Riechvermögen sowie häufige Nasennebenhöhlenentzündungen möglich, da das Nasensekret nicht richtig abtransportiert werden kann und die Nasengänge verstopft. 

Die Hakennase sieht ähnlich aus wie die Höckernase, der Unterschied: Die Nasenspitze ist deutlich spitzer und zeigt weiter nach unten. Sowohl die Höckernase als auch die Hakennase können mithilfe eines chirurgischen Eingriffs korrigiert werden. 

Nasenformen: Die Sattelnase 

Bei der Höckernase ist der Nasenrücken gewölbt – bei der Sattelnase ist genau dieser Part abgesenkt. In den meisten Fällen betrifft das den knorpeligen, unteren Teil des Nasenrückens. Nur sehr selten ist der obere, knöcherne Nasenrücken von der Deformation betroffen. 

Mehrere Ursachen können für eine Sattelnase infrage kommen: 

  • Mittelgesichtsbrüche 
  • Entzündungen 
  • angeborene Unterentwicklung der Nase 
  • Knorpelzerstörung durch Systemerkrankungen 

Neben dem kosmetischen Aspekt leiden Betroffene häufig auch unter einer eingeschränkten Nasenatmung, weshalb die Sattelnase im Regelfall einer Behandlung bedarf. Hierbei werden die stützenden Strukturen der Nase mithilfe einer Operation wiederaufgebaut.    

Nasenformen: Die Knollennase 

Bei der Knollennase (Rhinophym) ist die Haut an der Nase verdickt und großporiger als gewöhnlich, die Talgdrüsen sind krankhaft geweitet und die Nase glänzt fettig. Ursache hierfür ist im Regelfall eine Hauterkrankung – die Rosazea. Die genaue Ursache für diese chronische Krankheit ist noch nicht vollständig erforscht, es wird jedoch angenommen, dass Störungen im Immunsystem und/oder Veränderungen im Gefäß- und Lymphsystem eine Rolle bei der Entstehung spielen können. 

Menschen mit dieser Nasenform leiden häufig enorm darunter. Auch wenn die Knollennase keine Schmerzen verursacht, ist dennoch vor allem die psychische Belastung nicht zu unterschätzen. Betroffene fühlen sich in Gegenwart anderer Menschen unwohl und sie schämen sich für ihr Äußeres. Aus diesem Grund wird die Knollennase oft behandelt, auch wenn sie keine gesundheitlichen Einschränkungen mit sich bringt. Bei einer Operation können das überschüssige Gewebe sowie etwaige störende Blutgefäße abgetragen werden. 

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass eine besondere Nasenform nicht immer zu gesundheitlichen Einschränkungen führen muss, wohl aber nicht selten eine psychische Belastung darstellen. Wenn dem so ist, melden Sie sich gerne bei uns!